Inn-to-Inn-Trekking von Amalfi nach Sorrent (& Capri) - 10.-14.05.2010


Warum „Inn-to-Inn-Trekking“?

Von Hütte zu Hütte zu wandern ist schon seit Jahren eine der schönsten und weltweit beliebtesten Formen des Weitwanderns. Natur und Ruhe beim Bergwandern zu genießen, auf alten Wirtschaftswegen und Pfaden bergauf und bergab zu immer neuen atemberaubenden Ausblicken zu gelangen, den Falken am Himmel bei ihren Kreisen zuzusehen oder sich über die Blumen am Wegesrand zu freuen - die Sorrentiner Halbinsel und die Amalfitanische Küste bieten dies und noch viel mehr. Freilich übernachtet man hier nicht in Berghütten wie in den Alpen, sondern in wesentlich komfortableren Bed&Breakfasts, Agriturismi oder kleinen Hotels, die verstreut an den Abhängen der Monti Lattari liegen, häufig ganz in der Nähe oder sogar direkt an den Wegen, die in einem dichten Netz das Gebiet überziehen, insgesamt mehr als 1000 km, die man ohne besondere Schwierigkeiten das ganze Jahr über begehen kann. Das Wandergebiet erstreckt sich entlang einer Ost-West-Achse mit Südhängen, wo täglich viele Stunden lang die Sonne scheint und es auch im Winter angenehm mild ist. Im Sommer wird man die höher gelegenen Wege vorziehen, die kühlen Buchenwälder, die Bergkämme, wo fast immer ein leichter Wind weht, oder die Nordhänge, und dort die Ruhe und Stille abseits der überfüllten und lauten Strände genießen. Trotz der unmittelbaren Nähe weltbekannter Touristenzentren wie Sorrent, Positano, Amalfi und Ravello, sind die Monti Lattari ein Paradies für Naturliebhaber und eine Oase der Stille geblieben. Man kann stundenlang wandern, ohne auch nur eine Straße zu überqueren, tatsächlich führt nur eine einzige Passstraße am Valico di Chiunzi über die Monti Lattari (die zweite Passstraße über Agerola führt durch einen Tunnel). Die zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten, viele erst in den letzten Jahren entstanden, gestatten eine flexible Routenplanung. Von jedem Punkt aus lassen sich mehrere Ziele anpeilen, die ihrerseits wieder über verschiedene Routen zwischen 10 und 25 km Länge zu erreichen sind; häufig sind Rundwanderungen möglich, so dass man auch zwei Nächte an einem Ort bleiben kann. Zahlreich sind auch die Trattorien und Lokale, wo man nach einem erfüllten Wandertag bestens bewirtet wird. Man kann hier zu jeder Jahreszeit wandern, im Sommer wie im Winter. Dank der unterschiedlichen Wege und Pfade lassen sich die Routen auf persönliche Bedürfnisse und Interessen und auf die eigene Leistungsfähigkeit abstimmen. Gerade diese Flexibilität macht aus dem Inn-to-Inn-Trekking ein so attraktives Angebot für alle, die die Natur lieben und gerne wandern.

(Übersetzung: Birgit Machold)


Details der Trekking-Route 2010


Dieses Trekking ist absolut gratis,

unabhängig und ohne jegliche Finanzierung

von öffentlicher Seite organisiert.

Wann und wo?

Nach dem Erfolg der Prototyp-Version sind wir nun bereit für das erste „offizielle“ Trekking, das von Montag, 10. Mai, bis Freitag, 14. Mai 2010 stattfindet, und mit einem Tag auf Capri bis zum 15. 5. verlängert werden kann. Das Tagespensum wird auch 2010 bei 20-24 Streckenkilometern und 900-1.200 Höhenmetern liegen. Freilich haben einige beim Probe-Trekking die eigene Leistungsfähigkeit etwas überschätzt (oder die Anforderungen der Routen und des Geländes unterschätzt), doch die meisten waren begeistert von den Routen, den Panoramablicken, den Wegen und natürlich von der Gruppe Gleichgesinnter vom Teenager bis zum Siebziger. Wir starten wieder in Amalfi, diesmal gehen wir über Atrani, Torre dello Ziro und Pontone ins Valle dei Mulini und steigen dann über Acqolella und Monte Murillo nach Agerola (San Lazzaro) auf. Es sind wieder zwei Übernachtungen in Agerola vorgesehen; am zweiten Tag gehen wir einen Rundweg, in etwa dieselbe Route wie bei der Prototyp-Version, aber in umgekehrter Richtung (verschiedene Verlängerungs- oder Abkürzungsmöglichkeiten). Am Mittwoch folgen wir einer anderen Route zum Faito; um auf den Gebirgskamm zwischen Agerola und dem Tal von Pompeji zu gelangen, nehmen wir den Saumpfad vom Tunnel nach Colle Sant‘Angelo und gehen dann über Crocella und Palmentiello weiter. Wenn wir einmal unterhalb von San Michele angekommen sind, bieten sich unzählige Möglichkeiten, den Rest des Tages durch die Buchenwälder oder entlang der Grate zwischen Faito und Monte Sant‘Angelo a Tre Pizzi zu wandern. Der vierte und fünfte Tag bleiben unverändert; hier verlaufen die Routen in etwa linear und es gibt kaum Alternativen. Zu beachten ist der lange und steile Abstieg von Conocchia am vierten Tag. Nur für Schwindelfreie mit kräftigen Kniegelenken! Die großartigen Ausblicke belohnen für diesen schwierigen Abschnitt. Alle, die dann noch immer gut bei Atem und gut zu Fuß sind, können mit uns das Trekking wieder auf Capri abschließen, wo wir voraussichtlich auch den „Sentiero dei Fortini“ gehen. Capri bietet so viele Möglichkeiten, dass wir die definitive Route je nach Temperatur und Wetter kurzfristig festlegen.

Um die Blütenpracht Mitte Mai möglichst ausgiebig zu genießen, ziehen wir nächstes Jahr den Start ein wenig vor (wobei wir die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel berücksichtigen, so dass auch Tageswanderer zur Gruppe stoßen können); auf jeden Fall wird es eine halbe Stunde länger hell sein, da die Sonne erst nach 20.15 Uhr untergeht. Die Teilnehmer sind frei in der Wahl und Reservierung ihrer Unterkünfte, auch bei den Mahlzeiten sind wir unabhängig, es wird aber sicher viele Möglichkeiten geben, gemeinsam zu essen. Ein Gepäcktransport wird organisiert, so dass wir nur mit Tagesrucksack unterwegs sind. Ziel dieser Trekking-Initiative ist es, das Gebiet zwischen dem Golf von Neapel und dem Golf von Salerno einem größeren Publikum zu erschließen: ein Wanderparadies mit Wäldern, Sonnenhängen und Taleinschnitten, mit Pfaden und Wegen, die bei jeder Kehre neue, großartige Ausblicke bieten und mitten durch eine artenreiche und prachtvoll blühende Vegetation führen.


Die Teilnahme am Trekking ist freiwillig und gratis. Für Kosten und Reservierung von Unterkunft und Verpflegung kommt jeder Teilnehmer selbst auf. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer selbständig, eigenverantwortlich und in der Lage sind, ein Tagespensum von ca. 20 Streckenkilometern und ca. 1000 Höhenmetern zu bewältigen. Manche Wegabschnitte sind steil und unwegsam, immer wieder längere Abschnitte über Treppen, einige kurze exponierte Stellen. Keiner der Wege ist als „gefährlich“ oder „nur für Experten“ eingestuft; es ist keine Spezialausrüstung erforderlich.